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Du willst viele coole Projekte mit dem Raspberry Pi umsetzen? Aber du weißt nicht wie du anfangen sollst? Dann bist du in diesem Artikel genau richtig. Denn hier kannst du lesen, was du zum Anfangen benötigst.

Im Internet werden oft fertig zusammengestellte Starterkits für den Raspberry Pi* angeboten. Aber ist es wirklich sinnvoll so ein Raspberry Pi Starterkit zu kaufen?

Ich habe die Erfahrung gemacht, dass diese Starterkits meist zu teuer sind, für das was sie bieten. Denn es sind zwar ein paar nützliche Teile dabei, aber wenn man eigene Projekte mit dem Raspberry Pi umsetzten möchte, muss man trotzdem nachkaufen. Irgendetwas fehlt immer.

Aus diesem Grund empfehle ich dir: Stelle ein für dich optimiertes  Raspberry Pi Starterkit selbst zusammen.

Damit fährst du oft günstiger, und bist flexibler.

Was willst du mit dem Raspberry Pi machen?

Es macht einen Unterschied, ob du nur mit Software arbeiten willst oder ob du auch zusätzlich mit verschiedenen Bauteilen Hardware bauen willst. Darum mein Rat: überlege erst was du genau benötigst, bevor du in den nächsten Laden rennst.

GRUNDAUSSTATTUNG für dein Raspberry Pi Starterkit

  • Raspberry Pi: ohne ihn geht gar nichts. Mittlerweile gibt es viele verschiedene Modelle. Der aktuellste ist momentan der Raspberry Pi 3*. Mit dem seit ihr immer auf der richtigen Seite. Aber es muss auch nicht immer der neuste für dein Starterkit sein.
  • Speicherkarte: die Festplatte. Wie viel Speicherplatz ihr benötigt hängt vom Anwendungsgebiet ab. 8 GB sollten es aber auf jeden Fall sein. Wichtiger ist aber die Lese- und Schreibgeschwindigkeit. Je schneller um so besser. Ich nehme für die meisten Projekte die SanDisk Extreme Pro SDHC 16GB*.
  • Netzteil: stellt den Pi unter Strom. Alles was angeschlossen wird benötigt Strom. Darum solltest du für einen stabilen Betrieb das Netzteil ausreichend groß dimensionieren. Theoretisch funktioniert jedes Handyladekabel. Dieses sollte aber mindestens 1 Ampere liefern,  besser sind meist 2 Ampere. Gut und günstig ist beispielsweise dieses hier*.
  • Gehäuse: damit der Pi länger dauert. Ein Gehäuse ist zwar nicht zwingend Notwendig, aber der Pi lebt dadurch länger. Denn Staub und Dreck können für Kurzschlüsse sorgen und somit den Pi zerstören. Am besten gefällt dabei das Gehäuse von OneNineDesign*.
  • Netzwerk: zur Kommunikation mit der Außenwelt. Dafür gibt es zwei Möglichkeiten:
    1) WLAN: der Pi 3 hat bereits WLAN integriert. Hast du einen älteren Raspberry Pi, benötigst du zusätzlich noch einen kompatiblen WLAN-Stick. mit dem EDIMAX EW-7811UN* habe ich bis jetzt nur gute Erfahrungen gemacht. Er funktioniert gut, ist klein und nicht so teuer.
    2) Netzwerkkabel: die meisten Modelle haben schon eine eingebaute Netzwerkbuchse. Das heißt du benötigst keine zusätzliche Hardware und kannst direkt loslegen.

Wenn du nur an Softwareprojekten interessiert bist, ist dein Raspberry Pi Starterkit schon vollständig. Du kannst jetzt mit dem Programmieren anfangen. Aber für das Basteln mit Hardware benötigst du noch ein paar zusätzliche Teile. Meiner Meinung nach geht damit der Spaß erst richtig los.

Raspberry Pi Starterkit: HARDWARE-AUSSTATTUNG

  • Steckbrett: dein wichtigstes Werkzeug. Das Steckbrett dient dazu eine Schaltung zum testen aufzubauen. Damit kannst du die Bauteile umstecken ohne sie dauerhaft Festlöten zu müssen. Steckbretter* kann man eigentlich nie genug haben. Für kleine Projekte reicht aber erstmal eins.
  • Steckbrückenzum Verbinden der Bauteile. Wenn du mit dem Steckbrett arbeitest, benötigst du noch Kabel zum verbinden der einzelnen Bauteile. Es gibt Leute die bevorzugen flexible Kabel. Andere wiederum feste Kabel mit unterschiedlicher Länge. Ich nutze dafür immer eine Box mit Drahtbrücken* in unterschiedlichen Größen und Farben.
  • Seitenschneider: Ein Seitenschneider für Elektronik ist sehr Wichtig. Denn damit können die kleinen dünnen Drahtbeinchen der Bauteile auf die passende Länge geschnitten werden. Der König der Zangen ist natürlich der Seitenschneider von Knipex*. Für den Anfang tut es aber natürlich auch jeder günstige.
  • Pinzette: wenn Präzision gefragt ist. Wenn ihr mehr machen wollt, als nur ein paar Widerstände mit einer LED zusammen zu stecken, dann kann es schnell sehr eng auf dem Steckbrett werden. Solch eine einfache Pinzette kann da die Arbeit deutlich erleichtern. Ich habe mir dazu einfach solch ein Pinzettenset* gekauft. Noch viel wichtiger ist allerdings eine Lötpinzette*. Solch eine Pinzette öffnet sich über Kreuz und ist dazu da, dass das Bauteil zum Verlöten festgehalten werden kann.

Optionales Hardware-Zubehör für Anfänger

Das folgende Zubehör brauchst du für dein Starterkit am Anfang nicht unbedingt, aber wenn du mit dem Pi richtig durchstarten willst, wirst du nicht sehr lange darauf verzichten wollen.

  • Lötstation: wer Billig kauft, kauft zweimal. Aber ein halbes Vermögen musst du trotzdem nicht ausgeben. Worauf kommt es bei einer guten Lötstation für Anfänger an? Der Lötkolben sollte möglichst gut in der Hand liegen: Auch das Kabel sollte nicht zu steif sein. Denn es ist in nächster Zeit dein meist benutztes Arbeitswerkzeug. Außerdem und das ist ganz wichtig: Achte darauf, dass wechselbare Lötspitzen erhältlich sind und sich leicht wechseln lassen. Ich habe damals den Fehler gemacht und habe eine zu günstige Lötstation gekauft. Bei dieser lassen sich die Lötspitzen nur sehr schlecht wechseln. Und Ersatzspitzen sind kaum erhältlich. Würde ich heute anfangen, würde ich mir diese Lötstation kaufen: ELV 80W AT – 80D*. Denn für mich hat sie das beste Preis- / Leistungsverhältnis.
  • Entlötlitze und Entlötpumpe: Gerade am Anfang verlötet man sich oft. Um diesen Fehler wieder zu korrigieren, muss das überschüssige Lötzinn weg. Dazu benötigt man Entlötlitze* und / oder eine Entlötpumpe*. Das Beste: Das Zubehör ist super günstig, aber verdammt praktisch. 
  • Abisolierzange: zur Komfortsteigerung. Kabel abisolieren muss man öfter als man denkt. Das geht zwar auch mit einem scharfen Messer, aber mit einer Abisolierzange geht es viel schneller und mit weniger Stress. Ich selbst nutze diese No-Name Zange*.
  • Multimeter: Messen und Prüfen. Das ist die Aufgabe eines Multimeters. Gerade zur Fehlersuche eigentlich unverzichtbar. Das Voltkraft VC130* bietet alles was man als Anfänger braucht, zum kleinen Preis. Was will man mehr?
Und denk dran:  um mit dem Raspberry Pi anfangen zu können, brauchst du nicht alles von der Liste. Nimm was du hast und fang einfach an!

Was haltet ihr von den Raspberry Pi Starterkits? Welches Zubehör oder Werkzeug ist für euch unverzichtbar? Schreibt es mir gerne in die Kommentare.

Und jetzt, nicht mehr lange lesen, sondern einfach euer Raspberry Pi Starterkit zusammenstellen und anfangen.

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